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Am Donnerstag, den
19. August, fand anlässlich der Namensänderung eine Feierstunde in der Aula
statt. Neben den Klassensprechern und Elternvertretern jeder Klasse waren viele
Ehrengäste geladen - und dieser Einladung folgten viele.
Gekommen waren
Oberbürgermeister Eberhard Menzel, der 2. Bürgermeister Wilfrid Adam, Stadtrat
Dr. Jens Graul, sowie viele andere Vertreter aus Politik und Verwaltung. Unter
den Gästen waren auch viele Partner, mit denen die Schule in vielfältigen
Zusammenhängen kooperiert. Besondere Ehrengäste waren Frau Anna
Dönhoff-Vonnegut, eine Großnichte von Gräfin Marion Dönhoff, und Jürgen Peters,
ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Wilhelmshavener Zeitung und
Mitarbeiter der „Gräfin", der in Begleitung seiner Ehefrau gekommen war.
In seinen
Begrüßungsworten bedankte sich Schulleiter Bültena bei der Stadt Wilhelmshaven,
insbesondere beim Rat, dass man der Schule Zeit gelassen hat für den Prozess
bis zur Namensänderung. „Die Entscheidung verdient Respekt" - so war ein
Kommentar in der WZ überschrieben, eine Einschätzung, der sich in der Folge
viele Stimmen anschlossen. Das hat den Beteiligten in der Schule gut getan.
Wer ist Marion
Dönhoff? Die Antwort auf diese Frage wurde gegeben durch die Klasse 7 b, die
mit kleinen Texten die einzelnen Stationen im bewegten Leben der neuen
Namenspatronin beschrieben. Am Ende formten Sie aus Einzelbuchstaben den Namen
„Marion-Dönhoff-Schule" - ein „toller Name für eine tolle Schule", wie sie im
Chor ihre Darbietung abschlossen.
Oberbürgermeister
Eberhard Menzel ging in seiner Rede auf die Geschichte der Schule ein und hob
dabei die Bezüge zu den deutschen Ostgebieten hervor. Er beglückwünschte die
Schule zum neuen Namen und versprach, dass die Stadt weiterhin gewillt ist, die
Schule nach Kräften zu unterstützen.
Regierungsschuldirektor
Witte erwähnte in seinem Grußwort den über die Grenzen Wilhelmshavens
anerkannten Ruf der Schule. Er ging auf seine persönliche Beziehung zum
literarischen Werk von Marion Dönhoff ein. Auch deshalb hatte er drei Bücher
der Publizistin als Geschenk mitgebracht - mit der Bitte, damit am Ende des
Schuljahres die Schülerinnen und Schüler auszuzeichnen, die sich im Sinne
Marion Dönhoffs durch ihr soziales Engagement ausgezeichnet haben.
Julia Reemtsma und
Ole Werdermann (beide Kl. 10 d) zitierten spielerisch aus dem Buch „Kindheit in
Ostpreußen", der Autobiografie von Marion Dönhoff. Ihnen war wichtig
klarzustellen, dass die Gräfin keineswegs ein aristokratisch-elitäres oder gar
abgehobenes Leben geführt hat, sondern ein Mensch gewesen ist, der von
grundsätzlicher Neugier für alle Menschen, denen sie begegnete, geleitet war.
Sie hatte immer Respekt und Achtung für den anderen - ohne Ansehen des
gesellschaftlichen Rangs.
Frau
Dönhoff-Vonnegut führte aus, dass Marion Dönhoff ihre Patentante sei. Sie
schilderte sehr persönlich ihre Großtante, indem sie ebenso kurzweilig wie
spannend Episoden aus dem gemeinsamen Miteinander schilderte und so das Bild
einer wirklich bemerkenswerten Frau zeichnete.
Bemerkenswert war
Marion Gräfin Dönhoff auch als Redaktionschefin bei der Wochenzeitung DIE ZEIT.
In dieser Funktion erlebte sie Jürgen Peters, der als Journalist Mitarbeiter
der Wochenzeitung war. Auch sein Vortrag war geprägt durch sehr eigene und
persönliche Erfahrungen mit der „Gräfin", wie sie alle bei der ZEIT nur
nannten.
Jeanette Lihou und
Stephanie Kunkel (beide Klasse 10 d) führten charmant und souverän durch das
Festprogramm. Dass die musikalischen Darbietungen immer Höhepunkte eines
Festprogramms an der Schule sind, wurde auch dieses Mal wieder eindrucksvoll
unter Beweis gestellt.
So war es auch mit
dem Büffet in Rahmen des Stehempfangs nach Ende des Aulaprogramms. Für
Bedienung und Service waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b
verantwortlich, für Garderobe und Empfang die Klasse 10 a.
In seinem
Schlusswort dankte der Schulleiter allen Beteiligten. Dabei würdigte er
gesonders den Einsatz von Frau Bussmann, Frau Peters, Frau Rinkenauer-Stomberg,
Frau Sadowski und Frau Würfel. Viel zu oft wird über Unzulänglichkeiten und
Defizite in den Schulen lamentiert. Wenn man die Kräfte bündelt und die Talente richtig einsetzt,
dann ist vieles in Schule und mit Schülerinnen und Schülern möglich. Die
Feierstunde ist der beste Beweis dafür.
Die Gäste nutzten
im Anschluss die Gelegenheit zum
Gespräch unter- und miteinander. Das Lob für die Schule, besonders auch für das
Programm und den Ablauf der Feierstunde war in aller Munde. Überall fröhliche
und zufriedene Gesichter - eine schönere Rückmeldung hätte sich die Schule
nicht wünschen können.
Weitere Bilder finden Sie in unserem Fotoalbum Coppermine!
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